Der komplette Trainingsleitfaden für Golfer: So verbessern Sie Ihr Spiel schneller und senken Ihren Score

9.2.2026, 15:34
Viele Amateur-Golfer trainieren regelmäßig, doch ihr Handicap verbessert sich nur langsam oder stagniert sogar. Das Problem liegt meist nicht an mangelnder Motivation, sondern an der Art des Trainings.
Typischerweise gehen Spieler auf die Driving Range, schlagen viele Bälle ohne klares Ziel und hoffen, dass sich ihr Schwung von selbst verbessert. Einige Schläge gelingen, andere nicht, und am Ende bleibt oft nur Frustration.
Doch Fortschritt entsteht nicht durch die Anzahl geschlagener Bälle, sondern durch strukturiertes Training.
Dieser Leitfaden zeigt:
  • wie effektives Golftraining aussieht,
  • wo Amateurspieler tatsächlich Schläge verlieren,
  • wie ein sinnvoller Trainingsplan aufgebaut wird,
  • wie kurzes Spiel und Putting trainiert werden,
  • wie man sich auch außerhalb des Platzes verbessert,
  • und welche Trainingshilfen wirklich sinnvoll sind.
Das Ziel ist nicht, mehr zu trainieren, sondern besser.
Warum viele Golfer falsch trainieren

Auf der Driving Range sieht man häufig Spieler, die fast ausschließlich mit dem Driver schlagen und versuchen, möglichst weit zu spielen. Doch die meisten Schlagverluste entstehen nicht vom Tee, sondern rund um das Grün.
Typische Trainingsfehler sind:
  • kein klarer Trainingsplan,
  • ständiges Wiederholen desselben Schlags,
  • Vernachlässigung des kurzen Spiels,
  • zu viele technische Änderungen gleichzeitig,
  • fehlende Simulation echter Spielsituationen.
Das Ergebnis: gute Schläge im Training, aber die gleichen Fehler auf dem Platz.

Wo Amateurspieler wirklich Schläge verlieren
Viele Golfer glauben, ihr größtes Problem sei die Länge vom Abschlag. In Wahrheit entstehen die meisten Schlagverluste:
  • beim Chippen rund ums Grün,
  • bei Pitch-Schlägen,
  • bei Bunkerschlägen,
  • beim Putten,
  • durch falsche Entscheidungen auf dem Platz.
Ein perfekter Abschlag bringt wenig, wenn danach mehrere Schläge benötigt werden, um den Ball einzulochen.

Wie effektives Training aussehen sollte
Eine sinnvolle Trainingsaufteilung für Amateurspieler ist:
  • 50 % kurzes Spiel und Putting,
  • 30 % Eisenschläge und Distanzkontrolle,
  • 20 % Driver und lange Schläge.
Viele Golfer trainieren genau umgekehrt und investieren zu wenig Zeit in die Bereiche, die den größten Einfluss auf den Score haben.

Kurzes Spiel – der schnellste Weg zu besseren Scores
Das kurze Spiel entscheidet über die meisten Schläge pro Runde. Ein guter Chip oder Pitch kann ein Par retten, selbst nach einem schlechten Abschlag.

Wichtige Trainingsbereiche:
  • verschiedene Schlaglängen,
  • unterschiedliche Flugkurven,
  • verschiedene Untergründe rund ums Grün,
  • Kontrolle von Landepunkt und Rollphase.
Spieler, die den Ball regelmäßig nahe an die Fahne spielen, reduzieren automatisch ihre Anzahl an Putts.


Putting – hier wird der Score entschieden
Putting macht oft fast die Hälfte aller Schläge während einer Runde aus.

Wichtige Trainingsschwerpunkte:
  • Kontrolle der Schlaglänge,
  • Lesen der Grüns,
  • eine stabile Routine,
  • gleichmäßige Bewegung des Putters.
Allein das Vermeiden von Drei-Putts kann den Score deutlich verbessern.

Effektives Training auf der Driving Range
Die Driving Range sollte echte Spielsituationen simulieren.

Hilfreich ist:
  • nach jedem Schlag das Ziel zu wechseln,
  • verschiedene Schläger zu nutzen,
  • komplette Bahnen zu simulieren,
  • gezielt bestimmte Distanzen zu trainieren.
Solches Training lässt sich besser auf die Runde übertragen.

Wie Training auf den Golfplatz übertragen wird
Der Unterschied zwischen Training und Spiel liegt im Druck.

Deshalb hilft es:
  • Trainingssituationen zu simulieren,
  • Ziele ständig zu wechseln,
  • kleine Trainingsspiele einzubauen,
  • Entscheidungen wie auf dem Platz zu treffen.
So wird das Training realistischer.

Die mentale Seite des Golfspiels
Golf ist nicht nur Technik, sondern auch Kopfsache.

Typische mentale Fehler:
  • eine schlechte Runde sofort ausgleichen wollen,
  • unnötige Risiken eingehen,
  • Frustration nach Fehlern,
  • Konzentrationsverlust.
Eine feste Routine und ruhige Entscheidungen verbessern die Stabilität des Spiels.

Kontrolle der Schlaglängen
Viele Spieler kennen die genauen Schlagweiten ihrer Schläger nicht.

Hilfreich ist:
  • Schlagweiten regelmäßig zu messen,
  • halbe und dreiviertel Schwünge zu trainieren,
  • mit Tempo statt mit Kraft zu arbeiten.
Gute Distanzkontrolle erleichtert das Spiel enorm und sorgt für mehr Greens in Regulation.

Bunkerschläge ohne Angst
Viele Golfer meiden das Training im Bunker, wodurch Unsicherheit entsteht.

Grundprinzip:
  • offene Schlagfläche,
  • Sand vor dem Ball treffen,
  • Schwung nicht abbremsen.
Regelmäßiges Training schafft Vertrauen und reduziert unnötige Schlagverluste.

Konstanz ist wichtiger als perfekte Schläge
Gute Scores entstehen nicht durch einzelne perfekte Schläge, sondern durch stabile Leistungen ohne große Fehler.
Spieler, die große Fehler vermeiden und strategisch spielen, schlagen oft technisch bessere Gegner.

Ein Trainingsplan für einen Monat

Ein möglicher Trainingszyklus:
Woche 1: Fokus auf kurzes Spiel und Putting
Woche 2: Eisenschläge und Distanzkontrolle
Woche 3: Driver und lange Schläge
Woche 4: Strategie und Spiel auf dem Platz
Dieser Rhythmus sorgt für ausgewogene Fortschritte.

Lernen während der Runde
Jede Runde kann Teil des Trainings sein.

Hilfreich ist:
  • Anzahl der Putts notieren,
  • Trefferquote der Grüns beobachten,
  • Fehler nach der Runde analysieren,
  • wiederkehrende Probleme erkennen.
So wird jede Runde zur Lernmöglichkeit.

Wie Ausrüstung beim Fortschritt hilft

Passende Ausrüstung unterstützt die Entwicklung:
  • Wedges verbessern die Kontrolle rund ums Grün,
  • moderne Eisen verzeihen Fehler,
  • ein gefitteter Driver sorgt für mehr Konstanz,
  • Trainingshilfen beschleunigen Lernprozesse.
Ausrüstung ersetzt kein Training, kann es aber deutlich unterstützen.

Training abhängig vom Handicap
Spieler mit hohem Handicap benötigen vor allem stabilen Ballkontakt und Fehlervermeidung.
Mittlere Handicaps verbessern Distanzkontrolle, kurzes Spiel und strategische Entscheidungen.
Niedrige Handicaps arbeiten an Feinheiten, Schlagkontrolle und mentaler Stärke.

Praktische Trainingsübungen
Effektive Übungen sind zum Beispiel:
  • Distanzkontrolle mit Wedges auf verschiedene Ziele,
  • ein Schlag – ein neues Ziel,
  • Putting-Übungen zur Tempokontrolle,
  • Chip-Übungen zur Präzision.
Solche Übungen schaffen Stabilität im Spiel.

Training zu Hause

Auch ohne Golfplatz kann trainiert werden:
  • Puttingmatten im Wohnzimmer,
  • Tempo-Training für den Schwung,
  • Mobilitätsübungen,
  • kurze tägliche Schwungübungen.
Regelmäßige kurze Einheiten bringen langfristig mehr als seltene Marathontrainings.

Training außerhalb der Saison

Die Winterpause eignet sich ideal für:
  • technische Verbesserungen,
  • körperliche Vorbereitung,
  • Beweglichkeitstraining,
  • Indoor-Training und Simulatoren.
Spieler, die im Winter trainieren, starten stärker in die neue Saison.

Häufige Fehler beim Verbessern

Viele Spieler:
  • ändern Technik zu oft,
  • trainieren ohne Plan,
  • ignorieren das kurze Spiel,
  • erwarten schnelle Ergebnisse.
Fortschritte entstehen durch Geduld und Struktur.

Realistische Erwartungen an Fortschritte
Verbesserungen kommen schrittweise. Jeder Spieler erlebt Phasen schnellen Fortschritts und Zeiten der Stagnation.
Geduld, konsequentes Training und klare Ziele führen langfristig zum Erfolg.

Häufige Fragen von Spielern
Wie oft sollte man trainieren?
Lieber regelmäßig kurz als selten lange.
Helfen Trainingshilfen?
Ja, wenn sie regelmäßig eingesetzt werden.
Wann sieht man Fortschritte?
Nach einigen Wochen oder Monaten strukturierten Trainings.


Fazit
Golftraining muss nicht lang sein, sondern sinnvoll strukturiert. Spieler, die systematisch an ihrem kurzen Spiel, ihrer Distanzkontrolle und ihrer Konstanz arbeiten, verbessern ihren Score deutlich schneller.
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